CSU-Parteitag zittert vor dem Angstgegner AfD

Landtagskandidatin Ebner-Steiner rechnet am Wahltag mit noch mehr Wechselwählern für ihre Partei

MÜNCHEN. Nach dem CSU-Parteitag in München rechnet die stellvertretende bayerische AfD-Vorsitzende Katrin Ebner-Steiner mit noch mehr Wechselwählern für ihre Partei. „Die geheuchelte Harmonie zwischen Söder und Seehofer war ebenso mit Händen zu greifen, wie die resignierte Grundstimmung der Delegierten“, betonte die Landtagskandidatin aus der AfD-Hochburg Deggendorf. Die CSU habe jede Glaubwürdigkeit verloren, erklärte Ebner-Steiner und fügte hinzu: „In der Koalition setzt sie sich nicht gegen Kanzlerin Angela Merkel durch, in der Migrationspolitik fährt sie einen halbherzigen Schlingerkurs und gegenüber dem Angstgegner AfD sind ihr die Argumente ausgegangen.“

Daher sei es kein Wunder, dass Ministerpräsident Markus Söder eine lange geplante Diskussionsrunde der Deutschen Presse-Agentur im Landtag platzen ließ, nur weil auch die AfD aufs Podium eingeladen war. Beim Parteitag habe er die mögliche Konstellation von bis zu sieben Parteien im Landtag als Gefahr für die Demokratie bezeichnet, kritisierte die AfD-Politikerin. Das zeige das gestörte Verhältnis der viel zu lange alleinregierenden CSU zum Votum der Bürger.

„Das erst vier Wochen vor dem Wahltermin dem Parteitag vorgelegte 13 Seiten dünne Wahlprogramm der CSU ist ein Witz“, meinte Ebner-Steiner und setzte nach: „Drin stehen tut auch nichts Neues.“ Mit dessen Titel „Ja zu Bayern!“ verspreche eine Partei Sicherheit und Orientierung, die selbst „zutiefst verunsichert und orientierungslos ist“, sagte die AfD-Landtagskandidatin. Die CSU stemme sich nur noch mit verbalen Kraftakten gegen ihren Absturz in der Wählergunst und bei Umfragen Richtung 30-Prozent-Marke.

CSU-Chef Horst Seehofer habe in München geradezu um Motivation und Geschlossenheit seiner Parteibasis gebettelt. „Wir haben schon bei der Bundestagswahl jede sechste Stimme von vorherigen Wählern der Union zur AfD geholt“, rief Ebner-Steiner in Erinnerung und ist sicher: „Franz-Josef Strauß würde bei der Landtagswahl jetzt erst recht AfD ankreuzen, so wie das am 14. Oktober viele der in der CSU heimatlos gewordenen Konservativen auch tun werden.“

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AfD Landesvorstand Bayern

Katrin Ebner-Steiner
1. Stellvertretende Landesvorsitzende
Direktkandidatin zur Landtagswahl
Listenplatz 1 in Niederbayern zur Landtagswahl
Vorsitzende im Kreisverband Deggendorf

 

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